Wie funktioniert ein Espressokocher ?
Die Funktion und Konstruktion eines Espressokochers
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Ein Espressokocher ist vom Aufbau her sehr einfach konstruiert. Im Prinzip besteht der Espressokocher nur aus 3 Teilen.
Das Unterteil, der sogenannte Kessel, in den man das Wasser gibt, das Oberteil mit dem integrierten Steigrohr und dem Feinsieb sowie mit dem Henkel und dem Deckel.
Dazwischen liegt der Trichtereinsatz mit einem Sieb. In diesen Siebträger kommt das Espressopulver hinein.
Beim Erhitzen des Wassers steigt dieses druckbedingt über den Trichtereinsatz von unten her durch das Espressopulver in das Steigrohr. Das Kaffeepulver wird dabei gegen das Feinsieb des Oberteils gepresst. Über das Steigrohr fliesst dann der Espresso in das Espressokocheroberteil.
Im Espressokocherunterteil befindet sich ein Sicherheitsventil, so kann der Wasserdampf bei eventuellen Verstopfungen schnell entweichen. Sonst könnte der Espressokocher explodieren.
Zwischen dem Espressokannenoberteil und dem Espressokannenunterteil wird über ein Gewinde mit Gummidichtring abgedichtet. Diese Gummidichtung sowie das Feisieb sind beim Espressokocher Austauschteile. Diese Teile lassen sich in vielen Onlineshops oder auch direkt in Italien sehr günstig besorgen. Am besten die Maße vom Espressokocher mitnehmen.
Im obigen Bild habe ich einen Schnitt durch einen Espressokocher gezeichnet. So kann sich jeder den Aufbau eines Espressokochers einfach etwas leichter vorstellen.
Hellblau ist das eingefüllte Wasser für die Espressobereitung, maximal bis zum Sicherheitsventil. Hellbraun stellt das eingefüllte Espressokaffeepulver dar. Es gibt spezielles Kaffeepulver für die Caffeteria, wie der Espressokocher in Italien bezeichnet wird.
Der Espressokocher mag mich nicht
Der Espresso mit dem Espressokocher gelingt nicht
Wenn man die Funktion vom Espressokocher verstanden hat, dann dürfte eigentlich einem guten Espresso nichts im Wege stehen.
Zugegeben, einen echten Espresso wie aus der Espressomaschine darf man nicht erwarten. Eine Crema wird es bei dem geringen Druck auch nicht geben können. Wobei, wenn alles optimal läuft, etwas ist schon auf der Caffè Oberfläche !
Dafür entschädigt meiner Meinung nach der gute Kaffeegeschmack und die aussergewöhnliche Bekömmlichkeit des Café à la Italia.
Wer sein vakuumverpacktes Kaffepulver verwendet, der sollte unbedingt auf den Zusatz : geeignet für Espressokannen oder Espressokocher achten. Bei Lavazza sind die Packungen sogar mit einem Bild versehen! Das Kaffeepulver ist nicht ganz so fein gemahlen.
Gerade über die Kaffeegranularität kann man die Geschwindigkeit des Wasserdurchtritts beeinflussen, davon ist auch der Geschmack absolut abhängig. Die Wasserdurchtrittsgeschwindigkeit durch das Kaffeepulver beeinflusst die Extraktionszeit. Dabei werden die Geschmacksstoffe und die Gerbstoffe freigesetzt.
Fehlermöglichkeiten beim Mokka Espresso Bereiten
Kaffee hat kein Aroma:
- Wasserdurchtritt zu schnell, weil das Espressopulver zu grob war oder weil zu wenig Kaffeepulver im Sieb war
Kaffee schmeckt bitter und verbrannt
- zu fein gemahlenes Kaffeepulver
- Espressokaffeepulver war im Sieb gepresst, zwar voll machen, aber nicht pressen !
- Espressokocher blieb zu lange auf dem heissen Herd
Sind diese Fehlermöglichkeiten ausgeschlossen, dann viel Erfolg beim nächsten Espresso mit dem Espressokocher !
Ein Espresso aus dem Espressokocher
Kann man mit dem Espressokocher einen richtigen Espresso machen ?
Eigentlich lässt sich mit einer Espressokanne kein "richtiger" Espresso machen. Die Caffetteria, wie der Espressokocher auch genannt wird, ist begründet aus der technischen Bauart eine Steigrohrmaschine.
Die erste Steigrohrmaschine entwickelte Alfonso Bialetti ( von Bialetti gibt es heute noch die schönen Espressokocher zu kaufen ! ) im Jahre 1933. Der Name für diese Caffetteria war Moka Express.
Der für einen echten Expresso mit seiner Crema geforderte Mindestdruck von 6 Bar wird mit den normalen Espressokannen nicht erreicht. Machbar sind bis zu 1,5 Bar, und die reichen nur für ein klein wenig Crema, die noch dazu leicht flüchtig ist. Aber so ein handgemachter Mokka schmeckt auch vorzüglich. Dies ist auch der Ursprung vom Espresso machen.
Übrigens nennt nur der Deutsche die Espressokocher eine Espressomaschine. Schon in Österreich setzt sich der Begriff Mokkamaschine durch. Aber Steigrohrmaschine würde ja auch nicht so verheissungsvoll klingen, oder ?
Die Firma Bialetti hat gerade wegen der Crema eine neuere Entwicklung gemacht, die Bialetti Brikka. Am oberen Steigrohr hat dieser Espressokocher ein Hochdruckventil. Dieses lässt erst ab einem Druck von 6 Bar den Kaffee aus der Kessel in das Kannenoberteil, dadurch wird eine recht gute Crema erreicht.